Konstanz für Flüchtlinge

In seiner Ansprache würdigte der Landrat das Engagement der Ehrenamtlichen: „Wir hätten die Herausforderung im vergangenen Jahr nicht geschafft ohne Sie. Für Ihren Einsatz ein großes Kompliment und herzlichen Dank!“ Darüber hinaus erklärte er, dass der Landkreis nach der Räumung aller Kreissporthallen auch die weiteren Notunterkünfte wie z.B. die Leichtbauhallen abbauen möchte.

 

Beim Thema Integration gab Hämmerle bekannt, dass der Landkreis zum 1. Dezember 2016 zwei Bildungskoordinatoren einstellen wird, die dann unter anderem die zahlreichen Angebote von Sprachkursen koordinieren. Ein Anliegen ist ihm auch die Einführung von ehrenamtlichen Sprachpaten. Als Ergänzung zu den Sprachkursen sollen diese den Asylbewerbern beim Erlernen der deutschen Sprache helfen.

 

Monika Brumm, Asylkoordinatorin und stellvertretende Leiterin des Amtes für Migration und Integration beim Landratsamt informierte über die aktuelle Flüchtlingssituation im Landkreis: Mit Stand vom 30. September 2016 waren in den 31 Gemeinschaftsunterkünften des Landkreises Konstanz insgesamt 2.487 Asylbewerber untergebracht. Weitere 1.222 Flüchtlinge lebten zu diesem Zeitpunkt bereits in der Anschlussunterbringung in den Städten und Gemeinden. 68 Prozent der Asylbewerber in den Gemeinschaftsunterkünften sind männlich, 32 Prozent weiblich. Bezogen auf das Alter ist mit Abstand die größte Gruppe die der 22- bis 40-jährigen.

Seit Jahresbeginn wurden dem Landkreis insgesamt 1.426 Asylsuchende zugewiesen. Nach monatlichen Zugängen von 230 bis über 560 Asylbewerbern zu Jahresbeginn, gab es zuletzt nur noch geringe Zuweisungen (September: 18, Oktober: 16).

 

„Der Landkreis muss mittlerweile deutlich weniger Asylsuchende aufnehmen, dennoch gibt es nach wie vor viele, die in den Unterkünften versorgt und betreut werden müssen“, so Monika Brumm, „Neben der Auflösung der Notunterkünfte bleibt die große Herausforderung natürlich die Integration der Flüchtlinge.“ 

 

Anja Kurz stellte sich als neue Ehrenamtsbeauftragte im Amt für Migration und Integration des Landratsamtes vor. Seit 1. Oktober koordiniert sie die ehrenamtliche Arbeit im Bereich Asyl und Flucht im Landkreis Konstanz. Sie ist Ansprechpartnerin für die etwa 40 Helferkreise sowie für die Vereine im Landkreis und vertritt deren Interessen innerhalb der Verwaltung.

 

Zum Schluss hatten die FlüchtlingsbegleiterInnen Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen. Ebenso konnten sie sich umfassend über „Best-Practice-Beispiele“ der Flüchtlingsarbeit informieren wie z.B. der am 19. Juni dieses Jahres vom Helferkreis Engen organisierte Interkulturelle Tag. Aber auch das Projekt „GemeinsamGarten“ in Konstanz, bei dem Flüchtlinge und Ehrenamtliche gemeinsam einen Garten pflegen und Obst und Gemüse anpflanzen, fand große Beachtung. An verschiedenen Ständen erhielten die Ehrenamtlichen auch Informationen zu Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten für Flüchtlinge und Sozialleistungen.

„FÜR eine Kultur der Anerkennung und GEGEN Rassismus“

Die Konstanzer Erklärung

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