Konstanz für Flüchtlinge

Gemeinderat beschließt weitere Planung

 

In Kooperation mit der städtischen Wohnungsbaugesellschaft WOBAK und der Stiftung Hoffnungsträger sind weitere Wohnbauprojekte für Flüchtlinge in Planung. Auch Studierende und der geförderte Wohnungsbau sollen von den Neubauten profitieren.

 

Die Stadt Konstanz ist bei ihren gesetzlichen Unterbringungspflichten gegenüber den Gemeinden des Landkreises im Rückstand. Deshalb sind weitere Wohnbauvorhaben notwendig. Diese sollen in möglichst kurzer Bauzeit beispielsweise in Modulbauweise und als Holzbau errichtet werden. Die Neubauten sollen zur Anschlussunterbringung von Flüchtlingen dienen und auch eine soziale Durchmischung mit anderen Bevölkerungsgruppen, wie zum Beispiel Studierenden und Auszubildenden, sowie den geförderten Wohnungsbau mittelfristig ermöglichen.

In der Sitzung vom 25. Juli stimmte der Gemeinderat zu, Grundstücke und Teilgrundstücke für den Wohnungsneubau zur Verfügung zu stellen. Die WOBAK und die Stiftung Hoffnungsträger werden unter anderem folgende Projekte umsetzen:

  • An der Sonnenbühlstraße soll auf einem Teilstück des Bolzplatzes ein Gebäude für die Anschlussunterbringung errichtet werden, das nachhaltig als Wohnheim für Studierende und Auszubildende weiter genutzt werden könnte. Etwa zwei Drittel der bestehenden Bolzplatzfläche können erhalten bleiben und weiterhin als Sport- und Spielfläche für die Öffentlichkeit genutzt werden.
  • Nach dem gleichen Bauprinzip soll in der Luisenstraße ein Gebäude ebenfalls durch die WOBAK errichtet werden, welches zum Beispiel für Personal des Klinikums genutzt werden kann.
  • Am Alten Bannweg wird die Stiftung Hoffnungsträger vier zweigeschossige Wohnhäuser bauen. Der Verkauf des städtischen Teilgrundstücks ist an Auflagen gebunden. Eine große Anzahl der Wohnungen muss den Richtlinien der Landeswohnraumförderung entsprechen und ist damit nicht nur für die Anschlussunterbringung von Flüchtlingen gedacht, sondern auch für andere Zielgruppen wie zum Beispiel Mitarbeiter der Technischen Betriebe Konstanz (TBK).

 

Die Stiftung Hoffnungsträger aus Leonberg wurde mit dem Integrationspreis Baden-Württemberg und zahlreichen Baupreisen wie unter anderem für beispielhaftes Bauen von der Architektenkammer Baden-Württemberg oder mit dem German Design und dem Iconic World Award für das Konzept Hoffnungshaus, in dem Flüchtlinge und Einheimische gemeinschaftlich zusammenleben, ausgezeichnet. Das „Hoffnungshaus“ ist jedoch viel mehr als ein Haus: der Alltag wird geteilt, Gemeinschaft erlebt und Flüchtlinge werden durch unterschiedliche Beratungsangebote unterstützt. Dieses Prinzip gilt auch für ein weiteres Neubauprojekt in Konstanz: Im Bereich Längerbohlstraße/Stifterstraße kann die Stiftung zwei Wohnhäuser bauen. Auch dort gilt die Nutzungsbindung im Bereich des geförderten Wohnungsbaus einschließlich Flüchtlinge. Das Konzept sieht vor, dass die Häuser von Fachpersonal der Stiftung, das dort auch wohnt, begleitet werden.

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Es ist eine gesetzliche Vorgabe, die die Stadt Konstanz unter Zugzwang setzt: Asylbewerber oder Asylfolgeantragsteller verlassen die jeweilige Gemeinschaftsunterkunft, sobald eine unanfechtbare Entscheidung über den Asylantrag vorliegt, oder 24 Monate nach Aufnahme durch das Landratsamt. Ist es den Asylbewerbern nicht möglich, eigenständig eine Wohnung zu finden, sind die Städte und Gemeinden verpflichtet, ein Unterkommen in einer Anschlussunterbringung zu ermöglichen. Rund 400 Flüchtlinge, die eigentlich von der Stadt Konstanz untergebracht werden müssten, lebten zuletzt in Gemeinschaftsunterkünften und anderen Gemeinden des Landkreises.

    „FÜR eine Kultur der Anerkennung und GEGEN Rassismus“

    Die Konstanzer Erklärung

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