Konstanz für Flüchtlinge

Wie das das Sozial- und Jugendamt der Stadt Konstanz meldete, kamen in den vergangenen drei Wochen ungewöhnliche viele unbegleitete minderjährige Ausländer (UmA) im Raum Konstanz an.

 

Wurden im vergangenen Jahr insgesamt 80 unbegleitete minderjährige Ausländer registriert, waren es aktuell allein in zwei Wochen rund 40. Dies gipfelte in 16 Fällen an einem Tag. Ähnliche Berichte gibt es auch aus anderen Grenzstädten, wie Lörrach. Dort kamen vergangenes Wochenende 160 unbegleitete Minderjährige an. Die Kapazitätsgrenzen des Sozial- und Jugendamtes in Konstanz wurden überschritten und es mussten schnell weitere Unterkünfte gefunden werden. Es wurden vorübergehende Notunterkünfte im Kikuz und in der Wessenberghalle eingerichtet. Auch Zelte von Hilfeorganisationen waren erwogen worden.

 

In der ersten Unterbringung bleiben die Jugendlichen, bis sie nach der Alterseinschätzung und gesundheitlichen Untersuchungen in die eigentlich zuständigen Jugendämter anderer Städte weiter verwiesen werden. Sie werden nach einem festen Zuweisungsschlüssel auf die Städte verteilt, die ihr Aufnahme-Soll noch nicht erfüllt haben. Konstanz hat seine Quote bereits übererfüllt. Die Verteilung kann jedoch bis zu drei Wochen dauern, so dass es in den Landkreisen, in denen die Jugendlichen aufgegriffen werden und die für die Erstbetreuung zuständig sind, zu Engpässen in der Unterbringung kommt. Auch der Fachkräftemangel ist ein Problem. Es gibt nicht genügend Personal für die Betreuung der meist zwischen 16- und 17-Jährigen. Diese sind teilweise schon ein ganzes Jahr auf der Flucht und haben traumatische Erfahrungen hinter sich.

 

Dass die Situation in den letzten drei Wochen gemeistert werden konnte, war nur durch die gute Zusammenarbeit mit den verschiedenen Jugendhilfeträgern und Ämtern, sowie Polizei möglich. „Das funktionierte auch Dank der großen Solidarität unter unseren Mitarbeitern, die flexibel und kreativ reagierten", sagt Alfred Kaufmann, Leiter des Sozial- und Jugendamtes. Aber er äußert auch Kritik: „Das Verfahren zur Umverteilung dauert zu lange. Die Jugendlichen hängen in dieser Übergangsphase in der Luft, können nicht richtig integriert werden und neue Freundschaften werden schließlich wieder auseinander gerissen. Das ist eine extreme Belastung für die Jugendlichen. Ziel müsste es sein, die Umverteilung und damit auch den Umzug der jungen Menschen innerhalb von 72 Stunden durchzuführen. Hier müsste die Bundesregierung ihre Gesetze ändern, und die Landesregierung die entsprechenden Verfahren beschleunigen."

„FÜR eine Kultur der Anerkennung und GEGEN Rassismus“

Die Konstanzer Erklärung

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