Konstanz für Flüchtlinge

Wo muss ich den Strom anmelden? Was kostet eine kWh? Wie funktioniert Abfalltrennung? Was bedeutet Nettokaltmiete? Woraus bestehen Nebenkosten und wer bezahlt was wofür? Gehört der Treppenabsatz bei der kleinen Kehrwoche auch dazu? Gelten Ruhezeiten auch für Kinder? Die Antworten hat die Einzugsbegleitung der Caritas Konstanz.

 

Wer in Deutschland eine eigene Wohnung bezieht, hat einiges zu beachten. Menschen, die noch nicht lange hier leben und über geringe Deutschkenntnisse verfügen, sehen sich einer Vielzahl von Herausforderungen gegenübergestellt. Damit alles geregelt ist und sich später nicht Probleme wie hohe Nachzahlungen bei den Energieversorgern oder Vermietern einstellen, gibt es die Einzugsbegleitung des Caritasverbands Konstanz: Geflüchtete im Landkreis Konstanz können beim Einzug in die eigenen vier Wände Unterstützung erhalten.

 

Die Wohnungen, die sie beziehen, sind häufig nicht auf dem neuesten Stand. Daraus ergeben sich viele Fragen, die mit verschiedenen Behörden zu klären sind: Erstausstattung, Mehrbedarfe, Verbrauchsobergrenzen, Müllgebühren, Telefon, TV, Abschlagszahlungen anpassen etc. Strom- oder Gasheizungen, elektrische Warmwasserbereitung, schlechte Isolation und undichte Fenster bewirken einen hohen Energieverbrauch und damit auch hohe Kosten. Um hier ersten Rat zu geben, fördert die Deutsche Fernsehlotterie die Einzugsbegleitung bis August 2020.

 

Kontakt für Rückfragen:

Eva Winghofer
Projektleitung Einzugsbegleitung
07531 1200405
e.winghofer@caritas-kn.de
www.caritas-konstanz.de

    Hilft beim Papierkram: Lilian Alosef von der Einzugsbegleitung (Bild: Caritas Konstanz)

    Hintergrund: Stromspar-Check

    Im Rahmen des Stromspar-Checks der Caritas können Geflüchtete Soforthilfen wie LED, Steckerleisten, Duschkopf etc. im Wert von ca. 70 € nutzen. Zusätzlich kann es einen Zuschuss zum Kauf eines A+++ Kühlgeräts geben. Dieses Angebot gibt es im Landkreis Konstanz für alle Haushalte mit niedrigem Einkommen.

     

    Hintergrund: Anschlussunterbringung kommunal

    Durch die Wohnungsnot haben viele Gemeinden Anschlussunterbringungen in ihrem Bestand geschaffen, bei denen allerdings z.B. die Stromzähler nicht eindeutig zugeordnet werden können. Gelegentlich sind die Wohnungen unzureichend mit Heizkörpern ausgestattet oder die Stromheizung läuft auf dem Haushaltsenergiezähler. Falls die Abrechnungen versäumt werden, summieren sich die Kosten schnell auf vierstellige Beträge. Die Einweisung von Flüchtlingen nach Satzung hat für die Gemeinden den Vorteil, dass sie Aufenthaltsdauer und Ort bestimmen können. Der Nachteil: Sie können i.d.R. nur Pauschalen abrechnen.

     

    Hintergrund: Anschlussunterbringung privat

    Häufig werden kleine Wohnungen an große Familien vermietet, da das Jobcenter bzw. das Landratsamt die angemessenen Kosten an die Personenanzahl und nicht an die Quadratmeter binden. Werden die Vormieterbeträge als Nebenkosten oder Stromabschlag verwendet, führt dies zu sehr hohen Nachzahlungen. Geflüchtete ziehen i.d.R. jede Wohnung einer Gemeinschaftsunterkunft vor. Solche Substandardwohnungen (häufig mit Schimmel) verfügen nicht immer über die nach Heizkostenverordnung vorgeschriebenen Erfassungssysteme. Das führt oft zu Abrechnungsproblemen für das Jobcenter. Recht häufig sind auch Unterdeckungen bei den Haushalten, wenn der Antrag auf Grundsicherung nicht richtig ausgefüllt wird.

      „FÜR eine Kultur der Anerkennung und GEGEN Rassismus“

      Die Konstanzer Erklärung

      Weitere Informationen

      Stadt Konstanz

      Flüchtlingsbeauftragter

      Moustapha Diop

      Untere Laube 24

      78462 Konstanz

      Telefon: 07531 / 900-540

      Email: moustapha.diop@konstanz.de

      Öffnungszeiten

      Montag: 08:30 - 12:00
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