Konstanz für Flüchtlinge

Zum 14. Mal hat der Deutsche Bürgerpreis ehrenamtliches Engagement in Deutschland prämiert. Unter dem Jahresthema „Deutschland 2016 – Integration gemeinsam leben“ wurden insgesamt sieben Preisträger mit dem bundesweit größten Ehrenamtspreis ausgezeichnet.

 

Große Bühne für das Ehrenamt in Zeiten großartigen Engagements für die Gesellschaft: Die Initiative „für mich. für uns. für alle." verlieh im ZDF-Zollernhof den Deutschen Bürgerpreis. Zu den Erstplatzierten gehörten die jungen Engagierten von „Lebenswege Jena" aus Thüringen und das Team von „83 Konstanz integriert e. V." aus Baden-Württemberg. Der Preis für das Lebenswerk ging an Delio Miorandi.

Laudator Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière betonte während der Preisverleihungsgala: „Deutschland ist in der Flüchtlingskrise über sich hinausgewachsen. Das war in ganz großen Teilen der besondere Verdienst der Menschen, die ohne Mühen zu scheuen, geholfen haben. Auch die Integration wird nur im Zusammenspiel aller gesellschaftlichen Kräfte gelingen." 

 

Preisträger 83 Konstanz integriert e. V.

Ein eigenes Zimmer, eine gemütliche WG-Küche, ein eigenes Klingelschild: Dieser Traum wurde indiesem Jahr für knapp 80 Flüchtlinge in Konstanz Wirklichkeit. Für sie hieß es, endlich in Deutschlandanzukommen - und nicht nur in Flüchtlingsunterkünften. Denn die eigenen vier Wände sind enormwichtig, um sich in eine neue Gesellschaft integrieren zu können. Zu verdanken haben sie dies dem ehrenamtlichen Engagement der Initiative „83 - Konstanz integriert". Sie vermittelt privaten Wohnraum an anerkannte Geflüchtete. Zugleich versteht sie sich als Schnittstelle zwischen Bürgern mit ungenutztem Wohnraum und öffentlicher Verwaltung.

Konstanz hat 83.000 Einwohner. Es müsste also doch möglich sein, dachten sich die Initiatoren des Projektes 83, pro tausend Einwohner ein Zimmer aufzubringen. Unter dem Motto „Zsamme gohts bessr!" starteten sie ihren Wohnraumvermittlungsservice.

Der Erfolg überraschte das Team zuerst selbst: Beinah täglich stieg die Zahl der Vermittlungen. Aber damit auch der Arbeitsaufwand: Allein die ehrenamtliche Wohnraumvermittlungspraxis entspricht dem Umfang von ca. 1,5 Vollzeitstellen. Bis zu einer erfolgreichen Vermittlung ist das Team drei bis sechs Wochen beschäftigt. Um den Flüchtlingen Planungssicherheit zu geben, vermittelt es erst ab einem Zeitraum von zwölf Monaten. Die Miete übernimmt meist das Job-Center. Drei Monate werden Flüchtling und Vermieter von einem Paten begleitet. Nach Ablauf der geplanten Zeit entscheiden beide Parteien, ob sie weiterhin zusammenleben möchten.

„FÜR eine Kultur der Anerkennung und GEGEN Rassismus“

Die Konstanzer Erklärung

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