Konstanz für Flüchtlinge

Trauma

Viele nach Deutschland und Konstanz zugezogene Geflüchtete haben einschneidende Erlebnisse hinter sich und traumatisierende Erfahrungen vor und während ihrer Flucht durchlebt. Dennoch wird dieses Thema bei Integrationsfragen für geflüchtete Menschen oft ausgeblendet.

Traumata sind das Ergebnis von Folgestörungen wie: akuten Belastungsreaktionen, posttraumatischen Belastungsstörungen (Nacherleben von traumatischen Erfahrungen), andauernder Persönlichkeitsänderung

Krankheiten wie posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) oder Depressionen gehen auch nicht selten mit psychosomatischen – und somit physischen und organischen – Beschwerden einher und schränken den Alltag der Betroffenen und ihrer Familien stark ein.

Traumatische Erfahrungen und die daraus resultierenden psychischen Krankheiten erschweren das „Ankommen“ der Betroffenen in Deutschland und stehen dem Ziel der ökonomischen, gesellschaftlichen oder sozialen Integration im Wege. Eine adäquate psychologische Betreuung und psychiatrische Behandlung erkrankter Geflüchteter ist daher für eine gelungene Integration und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben unabdingbar.

Rahmenbedingungen / Rechtsrahmen

In den ersten 15 bis 24 Monaten ihres Aufenthaltes in Deutschland erhalten Menschen, die Asyl suchen und über deren Asylantrag noch nicht entschieden wird, medizinische Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Obwohl dieses die Möglichkeit beinhaltet, eine Psychotherapie zu beantragen, werden in der Regel Therapien nur dann gewährt, wenn psychische Erkrankungen akut sind.

Mit der Verabschiedung des Asylpakets II gelten nur noch lebensbedrohliche und schwerwiegende Erkrankungen, die sich durch die Ausreise zusätzlich verschlechtern würden, als anerkanntes Abschiebehindernis. Psychische Erkrankungen wie posttraumatische Belastungsstörungen werden in der Regel nicht als solche anerkannt und stehen laut Asylpaket II somit einer Abschiebung nicht entgegen.

Nichtsdestotrotz gibt es in Konstanz und Umgebung kompetente Einrichtungen für die Diagnostik und Therapie von psychischen Erkrankungen, welche traumatisierten Geflüchteten helfen können und wollen.

Akteure

Zentrum für Psychiatrie Reichenau (ZfP)
Feursteinstraße 55
78479 Reichenau
www.zfp-reichenau.de

 

Gemeindepsychiatrische Zentrum Konstanz (GPZ)
Am Klinikum Konstanz
Luisenstraße 9
78464 Konstanz
www.zfp-reichenau.de

 

Kompetenzzentrum Psychotraumatologie
Universität Konstanz
Postfach D25
78457 Konstanz
https://www.psychologie.uni-konstanz.de/ru/forschung/clinicalpsychology/einrichtungen/trauma/

 

vivo international e.V.
Postfach 5108
78430 Konstanz
http://www.vivo.org

 

Psychologische Beratungsstelle der Stadt Konstanz für Kinder, Jugendliche und Eltern
Benediktinerplatz 2
78467 Konstanz
Tel.: 07531/900406
http://www.konstanz.de/soziales/00626/01867/01914/

 

Ehrenamtliches Beratungsangebot

 
Adtendo-Gruppe
(Universität Konstanz)
Adtendo.hsg@uni-konstanz.de

 

Was tut die Stadt auf dem Gebiet?

Der Flüchtlingsbeauftragte ist mit den relevanten Akteuren in den Bereichen Trauma-Forschung, Diagnostik und Therapie von Traumata vernetzt. Darüber hinaus vermittelt er (in)direkt Geflüchtete, die sich selbst als MultiplikatorInnen und/oder ÜbersetzerInnen für traumatisierte Flüchtlinge engagieren möchten, an entsprechende therapeutische Einrichtungen weiter. In Kooperation mit dem Caritasverband Konstanz e.V. (einer von der Stadt Konstanz finanzierten halben Stelle) bietet die Stadt Konstanz im Rahmen der „Ehrenamts-Akademie“ Supervisionen (Einzel- und Gruppenberatung) für die in der Flüchtlingsarbeit tätigen Konstanzer HelferInnen.

 

Hilfreiche Informationen / Links

    Ratgeber für Flüchtlingshelfer: Wie kann ich traumatisierten Flüchtlingen helfen?
    www.bptk.de/Publikationen/BPtK_Infomaterial/Ratgeber/20160513_BPtK_RatgeberFluechtlingshelfer_deutsch.pdf

      Mehrsprachiger Ratgeber für Flüchtlingseltern: Wie kann ich meinem traumatisierten Kind helfen?
      www.bptk.de/Publikationen/BPtK_Infomaterial/RatgeberFluechtlingseltern_deutsch.pdf

        http://ilajnafsy.bzfo.de/portal/de/

        www.caritas-konstanz.de/angeboteundhilfen/hilfbeduerftigenhaltgeben/fluechtlingsarbeit/

            „FÜR eine Kultur der Anerkennung und GEGEN Rassismus“

            Die Konstanzer Erklärung

            Weitere Informationen

            Stadt Konstanz

            Flüchtlingsbeauftragter

            Moustapha Diop

            Untere Laube 24

            78462 Konstanz

            Telefon: 07531 / 900-540

            Email: moustapha.diop@konstanz.de

            Öffnungszeiten

            Montag: 08:30 - 12:00
            14:00 - 16:00
            Dienstag:  08:30 - 12:00

            14:00 - 16:00
            Mittwoch:  08:30 - 12:00

            14:00 - 17:00
            Donnerstag:  08:30 - 12:00
            14:00 - 16:00
            Freitag: 08:30 - 12:00

            Social media

            Newsletter